Bei doch recht küh­len Tem­pe­ra­tu­ren hal­te ich mich seit 2 Ta­gen auf den Lo­fo­ten, im ho­hen Nor­den Nor­we­gens auf. Ei­ne wun­der­schö­ne Land­schaft und ein wahr­haft som­mer­li­cher Tag zur Ab­wechs­lung ges­tern, ent­schä­di­gen das kurz­zei­ti­ge Frie­ren dann aber wie­der.

Nach Stock­holm bin ich über Upp­sa­la nach Fa­lun ge­fah­ren, dort ei­nen kur­zen Zwi­schen­stopp ge­macht, und dann am nächs­ten Tag mit dem Nacht­zug nach Bo­den und wei­ter nach Nar­vik. Die ein­zi­ge Ei­sen­bahn­ver­bin­dung dort oben! Auf­re­gen­de Fahrt durch ei­ne wahr­haf­te wil­de Land­schaft…

Viel auf­re­gen­der, und fast so­gar furcht­erre­gend war die Fahrt mit dem Bus von Svol­vær nach Å, dem süd­lichs­ten Dorf der Lo­fo­ten. Schma­le Küs­ten­stras­sen, en­ge Kur­ven, links 100m run­ter in die Nord­see, rechts 1000 m mas­si­ver Fels. Und die Bus­fah­rer sind da um die Kur­ven ge­heizt – phu, al­so das war echt nicht mehr fei­er­lich ^^

Jetzt war­te ich ge­ra­de auf das Hur­tig­ru­ten Post­schiff, das mich wie­der aufs Fest­land, ge­nau­er nach Bo­dø bringt. Das fährt in ei­ner vier­tel Stun­de, und des­halb gibt’s heu­te lei­der wie­der kei­ne Bil­der.

Vie­le Grüs­se aus dem ho­hen Nor­den,
eu­er to­bi

So, auf ein Neu­es! Und ich hof­fe die­ses mal kommt kein Strom­aus­fall mehr da­zwi­schen!

Heu­te mor­gen ha­ben wir uns vom Cam­ping­platz in Troll­hät­tan auf den Weg nach Gö­te­borg ge­macht, Phil­ipp ist wohl noch ein biss­chen durch die Stadt ge­bum­melt be­vor er auf die Fäh­re ist, und ich sass im In­ter­net­ca­fe und hab das Wet­ter ge­checkt. Heu­te war’s noch rich­tig gut, soll aber in den nächs­ten Ta­gen schlech­ter wer­den. In Schwe­den wie auch in Nor­we­gen (was mei­ne Al­ter­na­ti­ve zu Stock­holm ge­we­sen wä­re, nach­dem ich ja schon so na­he an Os­lo dran war).

Von Gö­te­borg aus sind wir am Wo­chen­en­de mit dem Zug nach Flo­da ge­fah­ren, wo wir ei­gent­lich zum nächs­ten Cam­ping­platz woll­ten, den es aber a) gar nicht mehr gab, und an dem wir b) to­tal dran vor­bei ge­lau­fen wä­ren, wenn es ihn ge­ge­ben hät­te. Ir­gend­wann stan­den wir dann plötz­lich am See, tjoa, und der Weg war zu En­de. Bis zum nächs­ten Ort, der Glück­li­cher­wei­se schon in Sicht­wei­te lag, ha­ben wir uns dann durch’s Ufer­ge­strüpp ge­kämpft. Dort ha­ben wir dann erst­mal pau­se ge­macht, gut ge­ves­pert, und sind dann wei­ter nachA­lings­ås auf den Cam­ping­platz, und weil der so schön war, sind wir gleich zwei Näch­te ge­blie­ben! Lag rich­tig idyl­lisch an ei­nem grös­se­ren See (et­was kalt zum ba­den, aber er­fri­schend! ei­ne run­de schafft man, dann spürt man die käl­te nicht mehr *g*). Am nächs­ten Tag ha­ben wir uns ein „Ca­na­di­an Ca­noe“ ge­lie­hen und wa­ren 6 Stun­den auf dem See unt­wer­wegs. Ganz schön an­stren­gend die­se Ru­de­rei! Der Son­nen­brand im Na­cken und auf den Ar­men hat dann aber we­nigs­tens Nachts gut ge­wärmt 😉 Die­se Tour war echt gran­di­os schön! Wir ha­ben un­ter­wegs auf zwei klei­nen ein­sa­men In­sel­chen halt ge­macht, mit wirk­lich wun­der­schö­nem Aus­blick auf den See und die Wäl­der drum­her­um. Bil­der­buch­schwe­den!
Am nächs­ten Tag sah es eher nach schlecht Wet­ter aus, des­halb sind wir wei­ter nach Lid­kö­ping und dort in die Ju­He. Sehr ver­schla­fe­nes Nest! Wet­ter hat dann doch ge­hal­ten und wir sind noch an den Vä­nern, den gröss­ten See Schwe­dens. Da sieht man nicht mal mehr das an­de­re Ufer! Weil lang­wei­lig, sind wir dann am nächs­ten Tag mit dem Über­land­bus nach Troll­hät­tan, von wo aus wir ei­gent­lich nach Vä­ners­borg lau­fen woll­ten. Al­ler­dings hat das Wet­ter um­ge­schla­gen und es war rich­tig knal­lig heiss (zu­min­dest kam es uns mit 17 Ki­lo auf dem Rü­cken so vor ^^), dass wir uns nur in Troll­hät­tan die Was­ser­fäl­le und Schleu­sen an­ge­schaut und re­laxt, und dann dort cam­piert ha­ben. Von dort aus sind wir dann heu­te mor­gen los nach Gö­te­borg.
Mor­gen wer­de ich wohl noch Stock­holm an­schau­en, und dann wei­ter nach Up­s­al­la, was auch sehr schön sein soll. Ob ich noch­mal ne Nacht hier blei­be weiss ich noch nicht, vor­sorg­lich hab ich jetzt mal hier im „Van­drar­hem“ re­ser­viert. Als ich näm­lich ge­ra­de hier an­kam, hab ich noch das al­ler­letz­te Bett er­wischt, sonst hät­te ich mich an­der­wei­tig um­schau­en müs­sen. Et­was teu­er ists hier zwar im „Lodge 32“, aber sehr urig in ei­nem Ge­wöl­be­kel­ler!
So, und jetzt wer­de ich zu­min­dest noch „kurz“ durch die Stadt bum­meln. Mal nen ers­ten Ein­druck ver­schaf­fen. Auch wenn ich ei­gent­lich echt k.o. bin.

Vie­le Grüs­se aus Stock­holm,
to­bi

Die ers­ten Ta­ge auf Föhr wa­ren sehr reg­ne­risch und win­dig, aber trotz­dem schön! Ich bin und blei­be ein­fach so ein Nordsee-Sturm-Kind 😉
Am Diens­tag ging’s dann um halb neun Uhr mor­gens mit der Fäh­re auf’s Fest­land und mit dem Zug rich­tung Ko­pen­ha­gen. Der ers­te Back­pa­cker den ich ken­nen­ge­lernt ha­be ist Ren­ter und war seit 82 Ta­gen zu Fuss un­ter­wegs ^^ Von Ve­ne­dig zum „Nord­kapp“ von Dä­ne­mark. Re­spekt. Und die Zug­fahrt von To­en­der nach Esbjerg war die ein­zi­ge bis­her die er sich ge­gönnt hat. In Ko­pen­ha­gen hab ich mich zu­sam­men mit Eva, ei­ner Ös­ter­rei­che­rin, auf die Su­che nach nem Youth-Hostel ge­macht, abends dann Phil­ipp ab­ge­holt und noch n biss­chen durch die Stadt ge­schlen­dert. Am nächs­ten Tag ha­ben wir noch zu­sam­men mit Eva Ko­pen­ha­gen an­ge­schaut, und sind dann mit­tags mit dem Zug nach Halm­stad, an Schwe­dens West­ku­es­te. Dort sind wir um 6 Uhr abends an­ge­kom­men. Weil wir auf dem tro­cke­nen sas­sen und un­be­dingt Was­ser ge­braucht ha­ben, sind wir dann noch zum nächs­ten Cam­ping­platz ge­lau­fen (8 km am Strand ent­lang) an­statt am Strand zu ue­ber­nach­ten. Wäh­rend die­ser ers­ten Tour ha­ben dann Phil’s Schu­he den Geist auf­ge­ge­ben, was uns ver­an­lasst hat, am nächs­ten Tag mit dem Bus zu­ru­eck nach Halm­stad zu fah­ren und mit dem Zug wei­ter nach Gö­te­borg um Schu­he zu kau­fen.
Nach­dem Phil­ipp neue Schu­he hat­te, sind wir am Ha­fen ent­lang ge­wan­dert um zum Stena-Line Fähr­an­le­ger zu kom­men um Philipp’s Fähr-Ticket nach Kiel zu bu­chen. Der Ha­fen war lang­wei­lig und öde und als wir die Hälf­te hin­ter uns hat­ten ha­ben wir ge­merkt dass wir die Ju­He ver­passt ha­ben. Al­so wie­der zu­ru­eck.
Da heu­te die Ur­ge­stei­ne des Rock, die Rol­ling Stones, in G. spie­len sind na­tu­er­lich al­le Hos­tels und Cam­ping Plät­ze aus­ge­bucht – mit viel Glu­eck ha­ben wir je­doch noch ein ab­so­lut ue­ber­teu­er­tes Dop­pel­zim­mer mit Kue­che be­kom­men (Lu­xus pur ^^). Abends ha­ben wir uns dann noch oh­ne Ge­päck auf den Weg zum Fähr­an­le­ger ge­macht, auf dem Ru­eck­weg ein­ge­kauft und uns abends erst­mal or­dent­lich was zu es­sen ge­kocht und die nächs­ten Ta­ge ge­plant. Jetzt sind wir grad am Bahn­hof, Phil­ipp schreibt Kar­ten, ich blog­ge, und in den nächs­ten Stun­den wer­den wir mit dem Zug nach Flo­da fah­ren, ei­nem klei­nen Ört­chen in der Nä­he Gö­te­borgs an ei­nem See. Von da aus solls ein paar Ta­ge per Fuss um den See her­um zum nächs­ten grös­se­ren Ort ge­hen, Diens­tag wie­der zu­ruck nach Gö­te­borg, Phil­ipp auf die Fäh­re, und ich weiss noch nicht ge­nau ob ich jetzt zu­erst nach Nor­we­gen fah­re oder rue­ber nach Stock­holm.
Schwe­den ist auf je­den Fall – wenn man mal draus­sen in der Na­tur ist – sehr schön! Schön zum lau­fen, an­ge­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren und ei­ne wun­der­schö­ne Land­schaft. Und erst die Schwe­din­nen 😉
Na­ja *g* Bil­der kann ich jetzt von hier aus lei­der kei­ne hoch­la­den, das werd ich aber ir­gend­wann noch nach­ho­len.

Vie­le Gru­es­se,
eu­er to­bi
P.S.: Der Ver­käu­fer an der Kas­se mein­te ich wu­er­de Schwe­disch aus­se­hen – muss ich mir Ge­dan­ken ma­chen?! ^^