Mein Schwedisch-Referat, das ich vor zwei Wo­chen ge­hal­ten ha­be, will ich euch an die­ser Stel­le na­tür­lich nicht vor­ent­hal­ten. Und zum bes­se­ren Ver­ständ­nis hab ich euch die deut­sche Über­set­zung im kur­si­ven na­tür­lich gleich mit­ge­lie­fert 😉

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Sve­ri­ge i au­gus­ti 2007 (två­tu­sens­ju)
Schwe­den im Au­gust 2007

I vår 2007 bör­ja­de jag med pla­ne­rin­gen för min som­mar­se­mes­ter.
Im Früh­jahr 2007 be­gann ich mit der Pla­nung für mei­nen Som­mer­ur­laub.
Jag vil­le re­sa med rygg­sä­cken ge­nom Skan­di­na­vi­en.
Ich woll­te mit dem Ruck­sack durch Skan­di­na­vi­en rei­sen.
Jag starta­de min re­sa i Dan­mark och träf­fade min kom­pis Phil­ipp i Kö­pen­hamn.
Ich star­te­te mei­ne Rei­se in Dä­ne­mark und traf mei­nen Kum­pel Phil­ipp in Kop­pen­ha­gen.
Vi var en dag i Kö­pen­hamn och var med på en sta­ds­rund­tur.
Wir wa­ren ei­nen Tag in Ko­pen­ha­gen und ha­ben ei­ne Stadt­tour ge­macht
och be­trakta­de mån­ga se­värd­he­ter. Vi so­va­de i ett van­drar­hem.
und vie­le Se­hens­wür­dig­kei­ten an­ge­schaut. Wir ha­ben in ei­ner Ju­gend­her­ber­ge über­nach­tet.
Ef­ter den där da­gen åk­te vi tåg till Halm­st­ad­vid Sve­ri­ges väst­kust.
Nach die­sem Tag sind wir mit dem Zug nach Halm­stad an Schwe­dens West­küs­te ge­fah­ren.
Vi vand­ra­de he­la da­gen längs kus­ten och sov på en tälts­plats.
Wir wan­der­ten den gan­zen Tag an der Küs­te und schlie­fen auf ei­nem Zelt­platz.
Näs­ta dag åk­tee vi tåg till Gö­te­borg och vi­da­re till Alings­ås.
Am nächs­ten Tag fuh­ren wir mit dem Zug nach Gö­te­borg und wei­ter nach Alings­ås.
Där täl­ta­de vi vid en sjö, vand­ra­de och gjor­de en ka­not­tur.
Dort zel­te­ten wir an ei­nem See, wan­der­ten und mach­ten ei­ne Ka­nu­tour.
Man ser näs­tan in­ga män­nis­kor när man van­drar utan­för en stad.
Man sieht kaum Men­schen wenn man au­ßer­halb ei­ner Stadt wan­dert.
Man ser ba­ra skog el­ler vat­ten och ba­ra få hus.
Man sieht nur Wald oder Was­ser und nur we­ni­ge Häu­ser.
Men vi har in­te sett nå­gon älg.
Aber wir ha­ben kei­nen Elch ge­se­hen.
När­mas­te sta­tio­nen på vår re­sa var Lid­kö­ping, en li­ten stad vid Vä­nern.
Die nächs­te Sta­ti­on auf un­se­rer Rei­se war Lid­kö­ping, ei­ne klei­ne Stadt am Vä­nern.
Vä­nern är en jät­tes­tor sjö! Man kan in­te läng­re se den an­dra kus­ten.
Vä­nern ist ein rie­ßi­ger See. Man kann das an­de­re Ufer nicht mehr se­hen.
Vädret var skönt och vi var vid stran­den.
Es war schö­nes Wet­ter und wir wa­ren am Strand.
På näst­a­da­gen åk­te vi till Troll­hät­tan. Där är ett stort vat­ten­fall.
Am nächs­ten Tag fuh­ren wir nach Troll­hät­tan. Dort ist ein gro­ßer Was­ser­fall.
Vi sov vid flo­den och näs­ta mor­gon åk­te vi till­ba­cka till Gö­te­borg.
Wir über­nach­te­ten am Fluss und am nächs­ten Mor­gen fuh­ren wir zu­rück nach Gö­te­borg.
Phil­ipp åk­te hem och jag med tåget till Stock­holm.
Phil­ipp fuhr nach Hau­se und ich mit dem Zug nach Stock­holm.

Ges­tern bin ich mit dem Speed-Katamaran, nicht wie an­ge­nom­men mit dem Post­schiff, von den Lo­fo­ten ab­ge­reist und abends in Bo­dø an­ge­kom­men. Ein ver­schla­fe­nes Nest. Al­so hab ich erst­mal Le­bens­mit­tel ein­ge­kauft, und dann die rest­li­che Zeit am Bahn­hof mit hun­der­ten an­de­ren Back­pa­ckern ver­bracht die eben­falls auf den nacht­zug nach Trond­heim ge­war­tet ha­ben. Lie­ge­sit­ze in ei­nem al­ten klapp­ri­gen Zug sind üb­ri­gens nicht son­der­lich be­quem!
Trond­heim ist zwar die Dritt­gröss­te Stadt des Lan­des, aber wirk­lich was los ist nicht. Des­halb hab ich jetzt erst­mal Bil­der hoch­ge­la­den und wer­de mal schau­en, was man bei dem Re­gen­wet­ter noch so ma­chen kann. Ich muss im­mer­hin noch bis 23 Uhr auf den nächs­ten Nacht­zug war­ten.

DSC02669.jpgAl­le wei­te­ren Bil­der hier: Link zur Bil­der­ga­le­rie
Die Schiff­fahrt nach Bo­dø war in so­fern ganz „lus­tig“, als dass ich noch nie so vie­le Men­schen ge­se­hen hab, die gleich­zei­tig über den … ähm… Kotz­tü­ten hin­gen! Ich hab noch ge­schmun­zelt, als der Cap­tain an­ge­kün­digt hat, dass die Wel­len­hö­he ei­nen Me­ter be­trägt und man doch bes­ser sit­zen blei­ben soll.
Ich sag euch eins: 1 m ist ver­dammt viel! Vor al­lem wenn man mit ei­nem 50 m Ka­ta­ma­ran drü­ber heizt. Das fühlt sich dann an wie übels­te Luft­lö­cher auf ei­nem Ryan-Air-Flug – aber nicht mal eben für 5 Mi­nu­ten, son­dern 2 Stun­den lang! Ich will wirk­lich nie wis­sen wie sich 2 oder 3 m bei der Ge­schwin­dig­keit an­füh­len! Glück­li­cher­wei­se bin ich von der sea-sickness ver­schont ge­blie­ben…

Bei doch recht küh­len Tem­pe­ra­tu­ren hal­te ich mich seit 2 Ta­gen auf den Lo­fo­ten, im ho­hen Nor­den Nor­we­gens auf. Ei­ne wun­der­schö­ne Land­schaft und ein wahr­haft som­mer­li­cher Tag zur Ab­wechs­lung ges­tern, ent­schä­di­gen das kurz­zei­ti­ge Frie­ren dann aber wie­der.

Nach Stock­holm bin ich über Upp­sa­la nach Fa­lun ge­fah­ren, dort ei­nen kur­zen Zwi­schen­stopp ge­macht, und dann am nächs­ten Tag mit dem Nacht­zug nach Bo­den und wei­ter nach Nar­vik. Die ein­zi­ge Ei­sen­bahn­ver­bin­dung dort oben! Auf­re­gen­de Fahrt durch ei­ne wahr­haf­te wil­de Land­schaft…

Viel auf­re­gen­der, und fast so­gar furcht­erre­gend war die Fahrt mit dem Bus von Svol­vær nach Å, dem süd­lichs­ten Dorf der Lo­fo­ten. Schma­le Küs­ten­stras­sen, en­ge Kur­ven, links 100m run­ter in die Nord­see, rechts 1000 m mas­si­ver Fels. Und die Bus­fah­rer sind da um die Kur­ven ge­heizt – phu, al­so das war echt nicht mehr fei­er­lich ^^

Jetzt war­te ich ge­ra­de auf das Hur­tig­ru­ten Post­schiff, das mich wie­der aufs Fest­land, ge­nau­er nach Bo­dø bringt. Das fährt in ei­ner vier­tel Stun­de, und des­halb gibt’s heu­te lei­der wie­der kei­ne Bil­der.

Vie­le Grüs­se aus dem ho­hen Nor­den,
eu­er to­bi

So, auf ein Neu­es! Und ich hof­fe die­ses mal kommt kein Strom­aus­fall mehr da­zwi­schen!

Heu­te mor­gen ha­ben wir uns vom Cam­ping­platz in Troll­hät­tan auf den Weg nach Gö­te­borg ge­macht, Phil­ipp ist wohl noch ein biss­chen durch die Stadt ge­bum­melt be­vor er auf die Fäh­re ist, und ich sass im In­ter­net­ca­fe und hab das Wet­ter ge­checkt. Heu­te war’s noch rich­tig gut, soll aber in den nächs­ten Ta­gen schlech­ter wer­den. In Schwe­den wie auch in Nor­we­gen (was mei­ne Al­ter­na­ti­ve zu Stock­holm ge­we­sen wä­re, nach­dem ich ja schon so na­he an Os­lo dran war).

Von Gö­te­borg aus sind wir am Wo­chen­en­de mit dem Zug nach Flo­da ge­fah­ren, wo wir ei­gent­lich zum nächs­ten Cam­ping­platz woll­ten, den es aber a) gar nicht mehr gab, und an dem wir b) to­tal dran vor­bei ge­lau­fen wä­ren, wenn es ihn ge­ge­ben hät­te. Ir­gend­wann stan­den wir dann plötz­lich am See, tjoa, und der Weg war zu En­de. Bis zum nächs­ten Ort, der Glück­li­cher­wei­se schon in Sicht­wei­te lag, ha­ben wir uns dann durch’s Ufer­ge­strüpp ge­kämpft. Dort ha­ben wir dann erst­mal pau­se ge­macht, gut ge­ves­pert, und sind dann wei­ter nachA­lings­ås auf den Cam­ping­platz, und weil der so schön war, sind wir gleich zwei Näch­te ge­blie­ben! Lag rich­tig idyl­lisch an ei­nem grös­se­ren See (et­was kalt zum ba­den, aber er­fri­schend! ei­ne run­de schafft man, dann spürt man die käl­te nicht mehr *g*). Am nächs­ten Tag ha­ben wir uns ein „Ca­na­di­an Ca­noe“ ge­lie­hen und wa­ren 6 Stun­den auf dem See unt­wer­wegs. Ganz schön an­stren­gend die­se Ru­de­rei! Der Son­nen­brand im Na­cken und auf den Ar­men hat dann aber we­nigs­tens Nachts gut ge­wärmt 😉 Die­se Tour war echt gran­di­os schön! Wir ha­ben un­ter­wegs auf zwei klei­nen ein­sa­men In­sel­chen halt ge­macht, mit wirk­lich wun­der­schö­nem Aus­blick auf den See und die Wäl­der drum­her­um. Bil­der­buch­schwe­den!
Am nächs­ten Tag sah es eher nach schlecht Wet­ter aus, des­halb sind wir wei­ter nach Lid­kö­ping und dort in die Ju­He. Sehr ver­schla­fe­nes Nest! Wet­ter hat dann doch ge­hal­ten und wir sind noch an den Vä­nern, den gröss­ten See Schwe­dens. Da sieht man nicht mal mehr das an­de­re Ufer! Weil lang­wei­lig, sind wir dann am nächs­ten Tag mit dem Über­land­bus nach Troll­hät­tan, von wo aus wir ei­gent­lich nach Vä­ners­borg lau­fen woll­ten. Al­ler­dings hat das Wet­ter um­ge­schla­gen und es war rich­tig knal­lig heiss (zu­min­dest kam es uns mit 17 Ki­lo auf dem Rü­cken so vor ^^), dass wir uns nur in Troll­hät­tan die Was­ser­fäl­le und Schleu­sen an­ge­schaut und re­laxt, und dann dort cam­piert ha­ben. Von dort aus sind wir dann heu­te mor­gen los nach Gö­te­borg.
Mor­gen wer­de ich wohl noch Stock­holm an­schau­en, und dann wei­ter nach Up­s­al­la, was auch sehr schön sein soll. Ob ich noch­mal ne Nacht hier blei­be weiss ich noch nicht, vor­sorg­lich hab ich jetzt mal hier im „Van­drar­hem“ re­ser­viert. Als ich näm­lich ge­ra­de hier an­kam, hab ich noch das al­ler­letz­te Bett er­wischt, sonst hät­te ich mich an­der­wei­tig um­schau­en müs­sen. Et­was teu­er ists hier zwar im „Lodge 32“, aber sehr urig in ei­nem Ge­wöl­be­kel­ler!
So, und jetzt wer­de ich zu­min­dest noch „kurz“ durch die Stadt bum­meln. Mal nen ers­ten Ein­druck ver­schaf­fen. Auch wenn ich ei­gent­lich echt k.o. bin.

Vie­le Grüs­se aus Stock­holm,
to­bi

Die ers­ten Ta­ge auf Föhr wa­ren sehr reg­ne­risch und win­dig, aber trotz­dem schön! Ich bin und blei­be ein­fach so ein Nordsee-Sturm-Kind 😉
Am Diens­tag ging’s dann um halb neun Uhr mor­gens mit der Fäh­re auf’s Fest­land und mit dem Zug rich­tung Ko­pen­ha­gen. Der ers­te Back­pa­cker den ich ken­nen­ge­lernt ha­be ist Ren­ter und war seit 82 Ta­gen zu Fuss un­ter­wegs ^^ Von Ve­ne­dig zum „Nord­kapp“ von Dä­ne­mark. Re­spekt. Und die Zug­fahrt von To­en­der nach Esbjerg war die ein­zi­ge bis­her die er sich ge­gönnt hat. In Ko­pen­ha­gen hab ich mich zu­sam­men mit Eva, ei­ner Ös­ter­rei­che­rin, auf die Su­che nach nem Youth-Hostel ge­macht, abends dann Phil­ipp ab­ge­holt und noch n biss­chen durch die Stadt ge­schlen­dert. Am nächs­ten Tag ha­ben wir noch zu­sam­men mit Eva Ko­pen­ha­gen an­ge­schaut, und sind dann mit­tags mit dem Zug nach Halm­stad, an Schwe­dens West­ku­es­te. Dort sind wir um 6 Uhr abends an­ge­kom­men. Weil wir auf dem tro­cke­nen sas­sen und un­be­dingt Was­ser ge­braucht ha­ben, sind wir dann noch zum nächs­ten Cam­ping­platz ge­lau­fen (8 km am Strand ent­lang) an­statt am Strand zu ue­ber­nach­ten. Wäh­rend die­ser ers­ten Tour ha­ben dann Phil’s Schu­he den Geist auf­ge­ge­ben, was uns ver­an­lasst hat, am nächs­ten Tag mit dem Bus zu­ru­eck nach Halm­stad zu fah­ren und mit dem Zug wei­ter nach Gö­te­borg um Schu­he zu kau­fen.
Nach­dem Phil­ipp neue Schu­he hat­te, sind wir am Ha­fen ent­lang ge­wan­dert um zum Stena-Line Fähr­an­le­ger zu kom­men um Philipp’s Fähr-Ticket nach Kiel zu bu­chen. Der Ha­fen war lang­wei­lig und öde und als wir die Hälf­te hin­ter uns hat­ten ha­ben wir ge­merkt dass wir die Ju­He ver­passt ha­ben. Al­so wie­der zu­ru­eck.
Da heu­te die Ur­ge­stei­ne des Rock, die Rol­ling Stones, in G. spie­len sind na­tu­er­lich al­le Hos­tels und Cam­ping Plät­ze aus­ge­bucht – mit viel Glu­eck ha­ben wir je­doch noch ein ab­so­lut ue­ber­teu­er­tes Dop­pel­zim­mer mit Kue­che be­kom­men (Lu­xus pur ^^). Abends ha­ben wir uns dann noch oh­ne Ge­päck auf den Weg zum Fähr­an­le­ger ge­macht, auf dem Ru­eck­weg ein­ge­kauft und uns abends erst­mal or­dent­lich was zu es­sen ge­kocht und die nächs­ten Ta­ge ge­plant. Jetzt sind wir grad am Bahn­hof, Phil­ipp schreibt Kar­ten, ich blog­ge, und in den nächs­ten Stun­den wer­den wir mit dem Zug nach Flo­da fah­ren, ei­nem klei­nen Ört­chen in der Nä­he Gö­te­borgs an ei­nem See. Von da aus solls ein paar Ta­ge per Fuss um den See her­um zum nächs­ten grös­se­ren Ort ge­hen, Diens­tag wie­der zu­ruck nach Gö­te­borg, Phil­ipp auf die Fäh­re, und ich weiss noch nicht ge­nau ob ich jetzt zu­erst nach Nor­we­gen fah­re oder rue­ber nach Stock­holm.
Schwe­den ist auf je­den Fall – wenn man mal draus­sen in der Na­tur ist – sehr schön! Schön zum lau­fen, an­ge­neh­me Tem­pe­ra­tu­ren und ei­ne wun­der­schö­ne Land­schaft. Und erst die Schwe­din­nen 😉
Na­ja *g* Bil­der kann ich jetzt von hier aus lei­der kei­ne hoch­la­den, das werd ich aber ir­gend­wann noch nach­ho­len.

Vie­le Gru­es­se,
eu­er to­bi
P.S.: Der Ver­käu­fer an der Kas­se mein­te ich wu­er­de Schwe­disch aus­se­hen – muss ich mir Ge­dan­ken ma­chen?! ^^