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	<title>tobias.bloggt &#187; kaum zu glauben</title>
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	<description>von weiten reisen, nerdigen skripten und kreativem agenturleben</description>
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		<title>How to revise and correct E-Books</title>
		<link>http://tobias-bloggt.de/2009/11/22/how-to-revise-and-correct-e-books/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 12:27:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[agenturgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[kaum zu glauben]]></category>
		<category><![CDATA[technikkram]]></category>
		<category><![CDATA[Ebook]]></category>
		<category><![CDATA[epub]]></category>
		<category><![CDATA[Fax]]></category>

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		<description><![CDATA[As a part of my practical term in the past six months, I developed an XML-based workflow for automated E-Book-production. To be honest, we never thought about a revision or correction workflow. But the publishing-houses did! After delivering the produced epub-files to them we received the corrections and annotations via Fax – as shown in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox[epub]" href="http://tobias-bloggt.de/wp-content/gallery/blog_bilder/ebook_corrections.jpg"><img class="ngg-singlepic ngg-center alignright" style="float:right;" src="http://tobias-bloggt.de/wp-content/gallery/blog_bilder/thumbs/thumbs_ebook_corrections.jpg" alt="ebook_corrections" width="98" height="131" /></a>As a part of my practical term in the past six months, I developed an XML-based workflow for automated E-Book-production. To be honest, we never thought about a revision or correction workflow. But the publishing-houses did! After delivering the produced epub-files to them we received the corrections and annotations via Fax – as shown in the image on the right side.</p>
<p>D’oh! We developed a really cool high-technology workflow and they put their reading-device on the copier, copied it, made their annotations on the paper and old-school-faxed it back to our office.</p>
<p>Hehe ^^ No comment… <img src='http://tobias-bloggt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<footer>–––––</footer>
<footer>Info: I’m studying printing and media technology and for my practical term I worked at a small publishing service provider, the <a title="pagina GmbH" href="http://www.pagina-online.de" target="_blank">pagina GmbH</a> in Tübingen, Germany. With collegues I developed this really cool XML-EPUB-workflow with integrated automated font-subsetting. Whoever is interested in this issue, feel free to ask me or the guys at pagina…</footer>
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		<title>Liebe Deutsche Bahn…</title>
		<link>http://tobias-bloggt.de/2009/07/21/liebe-deutsche-bahn/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 19:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kaum zu glauben]]></category>
		<category><![CDATA[mitten aus dem leben]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Verspätung]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Deutsche Bahn, ich fahre jedes Jahr viele hunderte Kilometer mit Ihnen und mag Sie ja eigentlich sehr. Und normalerweise verzeihe ich kleine Versp&#228;tungen auch, aber was ich am vergangenen Freitag, den 17. Juli 2009, innerhalb von 24 Stunden erleben durfte, schl&#228;gt dem Fass den Boden aus. Ich habe mich um 7:22 Uhr am fr&#252;hen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Deutsche Bahn,</p>
<p>ich fahre jedes Jahr viele hunderte Kilometer mit Ihnen und mag Sie ja eigentlich sehr. Und normalerweise verzeihe ich kleine Verspätungen auch, aber was ich am vergangenen Freitag, den 17. Juli 2009, innerhalb von 24 Stunden erleben durfte, schlägt dem Fass den Boden aus.</p>
<p>Ich habe mich um 7:22 Uhr am frühen Morgen von Stuttgart auf den Weg nach Tübingen gemacht. Kurz vor Wendlingen hielt der Regional„express“ auf offener Strecke an. Sperrung wegen Oberleitungssschaden. 25 Minuten Stillstand, dann im Schritttempo zurück nach Plochingen. Dort hieß es, es würden Busse bis Nürtingen fahren. Als alle Fahrgäste am Busbahnhof standen hieß es, es gibt keine Busse, der Zug fährt wieder. Und als wir dann alle gerade im Zug platzgenommen hatten hieß es, der Zug fährt doch nicht. Letztendlich fuhr ein Dieseltriebwagen bis Wendlingen wo wir vor der Einfahrt in den Bahnhof nochmals gute 15 Minuten warten durften.</p>
<p>Aber auch in Wendlingen hat das mit dem Schienenersatzverkehr nicht so ganz geklappt. Für mittlerweile zwei! komplette Regionalzüge wurde ein einziger Bus bereitgestellt. Wie kann man denn so planen?!<br />
Nach einer weiteren halben Stunde Warten am Bahnsteig wurden weitere Busse bereitgestellt. Der Zugverkehr wurde ebenfalls wieder aufgenommen.</p>
<p>Um 11 Uhr bin ich nach 3½-stündiger Odyssee mit mehr als 2 ½ Stunden Verspätung in Tübingen angekommen. Dort musste ich mir von Ihren nicht gerade freundlichen Servicekräften sagen lasse, dass es im Regionalverkehr noch nicht mal eine Erstattung des Fahrpreises gibt.<br />
Eine Frechheit.</p>
<p>Nun geht das Chaos aber leider noch in eine zweite Runde.<br />
Abends musste ich von Tübingen nach Pforzheim und bin aus terminlichen Gründen mit der Regionalbahn über Horb und Calw gefahren. Durch ein Unwetter und umgestürzte Bäume auf den Gleisen durfte ich die zweite Streckensperrung an diesem Tag erleben. Von Bad Teinach aus gab es Schienenersatzverkehr bis Bad Liebenzell. Der Busfahrer war kurz angebunden und meinte nur, er müsse sich beeilen damit der Anschlusszug in Bad Liebenzell noch erreicht wird.</p>
<p>Dort angekommen war die Regionalbahn Richtung Pforzheim leider schon abgefahren und ihre Fahrgäste standen sprichwörtlich im (strömenden) Regen. Und nun kommen Sie mal von Bad Liebenzell weg. Wie können Sie in solch einer Situation eigentlich die Regionalbahn nach Pforzheim abfahren lassen ohne auf den Bus zu warten?!<br />
Wir ließen Freunde und Bekannte aus Pforzheim herfahren und bildeten Fahrgemeinschaften um irgendwie alle Fahrgäste privat nach Pforzheim zu befördern. Was ja — nur nebenbei erwähnt — eigentlich Ihre Aufgabe sein sollte…<br />
Verspätung diesmal: 50 Minuten. Hätten wir auf den nächsten „regulären“ Zug gewartet: mindestens 100 Minuten.</p>
<p>Auch wenn ich schon recht unfreundlich erfahren habe, dass es im Regionalverkehr keine Erstattung des Fahrpreises gibt sende ich Ihnen in diesem Brief dennoch meine zwei Fahrkarten mit. Vielleicht zeigen Sie sich nach der Lektüre dieser amüsanten Bahnreise doch noch kulant und erstatten mir den Fahrpreis. Immerhin habe ich soeben mit der Verlängerung meiner BahnCard 50 für weitere 115,- € Umsatz in Ihren Kassen gesorgt. Ich kann nur hoffen, dass Sie das Geld auch gut investieren.</p>
<p>Mit freundlichsten Grüßen,<br />
Ihr Tobias Fischer</p>
<p> </p>
<p>P.S.: Auch heute, am 21. Juli 2009, hat das leider nicht so ganz geklappt. Schon wieder Streckensperrung in Richtung Tübingen. Immerhin konnten wir erst gar nicht in den Zug einsteigen und wurden über Herrenberg nach Tübingen geschickt. „Nur“ ca. 40 Minuten Verspätung. Das ist doch schonmal ein guter Anfang <img src='http://tobias-bloggt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Weiter so!</p>
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		<title>Faszination Kaffee-Drucktechnik</title>
		<link>http://tobias-bloggt.de/2009/02/06/faszination-kaffee-drucktechnik/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 11:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[aufgefallen!]]></category>
		<category><![CDATA[kaum zu glauben]]></category>
		<category><![CDATA[studentenleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich gestern – (hoffentlich) erfolgreich – mit Digitaldruck die erste Klausur des Semesters hinter mich gebracht habe, m&#246;chte ich hier mal noch ein kleines Schmankerl ver&#246;ffentlichen das ich beim Lernen im Skript entdeckt habe. Grandios! Das ganze ist nichts anderes als ein Inkjet-Druckkopf wie ihn auch euer Desktop-Tintenstrahldrucker verwendet. Okay, zugegeben, er wurde etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich gestern – (hoffentlich) erfolgreich – mit Digitaldruck die erste Klausur des Semesters hinter mich gebracht habe, möchte ich hier mal noch ein kleines Schmankerl veröffentlichen das ich beim Lernen im Skript entdeckt habe.</p>
<p><a href="http://tobias-bloggt.de/2009/02/06/faszination-kaffee-drucktechnik/"><img src="http://img.youtube.com/vi/Wxup2o0w1kU/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>Grandios! Das ganze ist nichts anderes als ein Inkjet-Druckkopf wie ihn auch euer Desktop-Tintenstrahldrucker verwendet. Okay, zugegeben, er wurde etwas modifiziert damit er mit lebensmittelechter „Karameltinte“ drucken kann – aber sonst gibts da keine Tricks…</p>
<p>Allerdings würde ich für so eine Verzierung keine 3 Minuten länger auf meinen Kaffee warten <img src='http://tobias-bloggt.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Cicero im Dezember – 160.000-mal individuell</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 15:54:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[aufgefallen!]]></category>
		<category><![CDATA[kaum zu glauben]]></category>
		<category><![CDATA[studentenleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ich schon lange mal bloggen wollte, aber bisher nicht dazu kam: In der letzten Vorlesungswoche hat unser Prof f&#252;r Digitaldruck ein Exemplar der Dezemberausgabe des Magazins Cicero herumgereicht. Aber nicht irgendeines – nein! Ein absolutes Unikat — personalisiert und einzigartig. Cicero hat sich f&#252;r die Dezember-Jahresr&#252;ckblick-Ausgabe etwas ganz besonderes einfallen lassen: Die komplette Auflage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://tobias-bloggt.de/wp-content/gallery/blog_bilder/cover_cicero_dez07.png" alt="cover_cicero_dez07.png" title="Individuelles Cover der Dezemberausgabe des Magazins Cicero" style="float: right" />Was ich schon lange mal bloggen wollte, aber bisher nicht dazu kam:</p>
<p>In der letzten Vorlesungswoche hat unser Prof für Digitaldruck ein Exemplar der Dezemberausgabe des Magazins <a href="http://www.cicero.de">Cicero</a> herumgereicht. Aber nicht irgendeines – nein! Ein absolutes Unikat — personalisiert und einzigartig.<br />
Cicero hat sich für die Dezember-Jahresrückblick-Ausgabe etwas ganz besonderes einfallen lassen: Die komplette Auflage von 160.000 Exemplaren erschien im Handel jeweils mit einem unterschiedlichen Cover. Keine Ausgabe gleicht der Anderen!</p>
<blockquote><p> Für die Ausgabe stellte die Nachrichtenagentur Reuters ihr gesamtes Bildarchiv von  	2007 zur Verfügung. Knapp 50 Millionen Bilder wurden im Hintergrund der Titelseiten  	platziert, 320.000 Druckseiten erzeugt und 160.000 Titelseiten und 160.000  	unterschiedliche Heftrückseiten gedruckt.</p></blockquote>
<p>Hewlett Packard war einer der wichtigsten Partner des Projekts. Ohne die zur Verfügung gestellten zehn HP Workstations und einem immensen Speichernetz mit 9 TeraByte Kapazität wäre die Individualisierung der kompletten Auflage wohl nicht möglich gewesen. Letzendlich wurden die 320.000 individuellen Druckseiten auch noch auf HP Indigo Digitaldruckmaschinen gedruckt.<br />
Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik – und auch unser Prof – bekamen zusätzlich auch noch eine VIP-Edition. 11.000 Magazine wurden mit dem Namen und einem Portraitfoto des Empfängers versehen und sind dadurch noch einzigartiger.</p>
<blockquote><p>„Letztendlich haben wir etwas geschaffen, das es so noch nie gegeben hat. Cicero  	zeigt damit auch, <em><strong>wie aufregend Print in unserer elektronisch geprägten Zeit sein kann</strong></em>.“</p></blockquote>
<p>Ich glaube diesem Schlusssatz ist nichts mehr hinzuzufügen! Einfach nur faszinierend…<br />
Und wer noch mehr  nachlesen möchte:  <a href="http://www.cicero.de/160000bilder">www.cicero.de/160000bilder</a></p>
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		<title>„How does it feel to be the most hated person on the planet?“</title>
		<link>http://tobias-bloggt.de/2007/11/12/irans-praesident-bloggt/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2007 23:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[kaum zu glauben]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum zu glauben, aber wahr! Irans Pr&#228;sident Ahmadinejad bloggt! Das Internetangebot verf&#252;gt &#252;ber alle wichtigen Blog-Features inklusive einem Kommentarsystem! Stopp, man darf den Pr&#228;sidenten &#246;ffentlich kritisieren? Oh ja! Mal was ganz was Neues im Iran. Im Iran? Oh nein! Da bleibt scheinbar alles beim Alten. Zumindest habe ich noch keinen Landsmann des Pr&#228;sidenten unter den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum zu glauben, aber wahr!<br />
<a href="http://www.ahmadinejad.ir/" target="_blank">Irans Präsident Ahmadinejad bloggt!</a></p>
<p>Das Internetangebot verfügt über alle wichtigen Blog-Features inklusive einem Kommentarsystem!<br />
Stopp, man darf den Präsidenten öffentlich kritisieren? Oh ja! Mal was ganz was Neues im Iran. Im Iran? Oh nein! Da bleibt scheinbar alles beim Alten. Zumindest habe ich noch keinen Landsmann des Präsidenten unter den Kommentatoren gefunden. Die werden weiterhin schön mundtot gemacht.</p>
<p>Schöne freie Bloggerwelt…</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gesammelte Missst&#228;nde des deutschen Bildungssystems</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Nov 2007 20:44:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[aufgefallen!]]></category>
		<category><![CDATA[kaum zu glauben]]></category>
		<category><![CDATA[mitten aus dem leben]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;hrend meiner eigenen Schulzeit habe ich — vom Unterricht im Baucontainer bis hin zu unausgebildeten Lehrkr&#228;ften und leeren Schulbudgets — ja schon einiges erleben d&#252;rfen, aber in letzter Zeit &#252;bertreffen sich die Misst&#228;nde im deutschen Bildungsystem Monat f&#252;r Monat. Und kein Ende in Sicht… ————— An meiner alten Schule wird seit diesem Schuljahr in einigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während meiner eigenen Schulzeit habe ich — vom Unterricht im Baucontainer bis hin zu unausgebildeten Lehrkräften und leeren Schulbudgets — ja schon einiges erleben dürfen, aber in letzter Zeit übertreffen sich die Misstände im deutschen Bildungsystem Monat für Monat. Und kein Ende in Sicht…</p>
<footer>—————</footer>
<p>An meiner alten Schule wird seit diesem Schuljahr in einigen Klassen kein Physik mehr unterrichtet, weil schlicht und einfach keine Lehrer mehr dafür da sind. Mein alter Physiklehrer argumentierte, dass momentan kaum mehr Physiklehrer auf dem Markt verfügbar seien, und das Budget für neue Lehrkräfte einfach zu knapp wäre.<br />
Meine Frage: Darf sich solch eine Schule ruhigen Gewissens noch „Gymnasium“ nennen wenn hier kompletter Basisunterricht ersatzlos gestrichen wird?</p>
<footer>—————</footer>
<p>An einem anderen Pforzheimer Gymnasium findet Unterricht in <strike>einem bestimmten Hauptfach</strike> Französisch nur noch aufgrund einer Schüler– und Elterninitiative statt. Die Schulleitung war unfähig für das mir nicht bekannte Hauptfach einen neuen Lehrer zu finden und wollte den Unterricht deshalb ausfallen lassen. Die betroffenen Schüler und Eltern machten sich daraufhin selbst auf die Suche nach einem neuen Lehrer, fanden schließlich einen und präsentierten ihn der Schulleitung. Der Lehrer wurde eingestellt und das Oberschulamt übernahm trotz zu knappem Budget die Bezahlung.</p>
<footer>—————</footer>
<p>Ein weiteres der Pforzheimer Gymnasien war seit Beginn der G8-Diskussion in die praktische Testphase integriert und startete mit einer Testklasse den achtjährigen Gymnasialzug. Diese Klasse hätte dieses Jahr Abitur machen sollen, hat sich jedoch geschlossen (!) ein Jahr zurückstufen lassen um mehr Zeit für den zu gedrängten Lehrstoff zu erhalten.<br />
Meiner Meinung nach ein klares und deutliches Zeichen dafür, dass der G8-Zug total gescheitert ist. Oder zumindest in der jetzigen  Planungsform absolut nicht einsatzbereit ist.</p>
<footer>—————</footer>
<p>Auf einer Elternbeiratssitzung hat der Schulleiter meines alten Gymnasiums die anwesenden Eltern aufgefordert, doch bitte im Bekanntenkreis nach Leuten und Rentnern ausschau zu halten, die eventuell Geschichte und Erdkunde unterrichten könnten.<br />
Hier scheint wohl auch Mangel an qualifizierten Lehrern zu bestehen — aber deshalb auf ungelernte Rentner zurückgreifen?! Naja, die sind eben billiger…</p>
<footer>—————</footer>
<p>Und auf einer der nächsten Elternbeiratssitzungen wurde — nach Aussage eines Bekannten — angekündigt, dass sich in zwei bis drei Jahren die Abitur-Prüfungs-Regelung schon wieder ändern soll (Anmerkung: Die letzte Änderung liegt mit der sog. Oberstufenreform erst drei oder vier Jahre zurück). Dann soll auch an staatlichen Gymnasien nach dem Waldorfprinzip Abitur gemacht werden. Sprich: Die Note die in der schriftlichen Abiprüfung geschrieben wird steht später im Zeugnis. Aus Klasse 12 und 13 zählen keine Noten mehr dazu.<br />
An der Waldorfschule mag dieses System ja funktionieren weil die Schüler eine andere Vorbereitung aufs Abitur erhalten. Aber dann kann man so ein Verfahren doch nicht übergangslos auf die „normalen“ Gymnasien übertragen!</p>
<footer>—————</footer>
<p>Und abschließend noch ein aktueller Fall aus meinem Studium:<br />
Vor einem Jahr hat die Hochschule der Medien in Stuttgart eine neue Heidelberg Speedmaster Offset-Druckmaschine angeschafft. Teils gesponsert, teils durch Studiengebühren finanziert. Wert der neuen Maschine: 2,3 Millionen Euro. Soweit so gut. Man sollte denken, dass die Studenten des Studiengangs Druck– und Medientechnik damit schön arbeiten könnten, doch weit gefehlt. Laut einem technischen Mitarbeiter beträgt das Budget für die Druckmaschine rund 3000 € pro Jahr. Ein großer Teil des Geldes muss in Wartung, Feucht– und Waschwasser investiert werden, und somit reicht es kaum mehr für das allernötigste — nämlich für Papier!<br />
Nun denn, ohne Papier kann man an einer Druckmaschine schlecht Drucken, und somit steht das Prachtstück an den allermeisten Tagen im Semester still…</p>
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