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von weiten reisen, nerdigen skripten und kreativem agenturleben

Archiv für die Kategorie ‘agenturgeschichten




Fun mit Bamboo One

bamboo.pngBe­reits vor län­ge­rer Zeit habe ich mir aus rei­ner Neu­gierde ein Einsteiger-Zeichen-Tablet zu­ge­legt. Das Bam­boo One von Wa­com.
Bis­her hatte ich lei­der keine Zeit das Ta­blet wirk­lich in­ten­siv zu be­nut­zen, wes­halb ich an­fangs auch et­was skep­tisch war. Doch meine ers­ten Zwei­fel sind verflogen.

Am Wo­chen­ende hatte ich end­lich mal wie­der et­was mehr Zeit. Und ich habe es ge­nos­sen. Ich habe nicht eine ein­zige wich­tige E-Mail er­hal­ten, und au­ßer dem Physik-Protokoll nicht sehr viel auf mei­ner To-Do-Liste ge­habt. Also habe ich an mei­nem Schweden-Booklet wei­ter­ge­ar­bei­tet das ich schon so lange plane. Ich möchte ein klei­nes 14 x 14 cm Book­let er­stel­len, dru­cken und dann sel­ber an der HdM bin­den (ge­gen ei­nen ge­rin­gen Selbst­kos­ten­bei­trag nehme ich Vor­be­stel­lun­gen ent­ge­gen ;-) ). Das Book­let soll mein Rei­se­ta­ge­buch vi­sua­li­sie­ren – und na­tür­lich auch viele Bil­der enthalten.

Das ein­zige Pro­blem das ich hatte, war, meine Rei­se­route zu do­ku­men­tie­ren. An­fäng­li­che Ver­su­che mit Scans oder Fo­tos von Land­kar­ten er­schie­nen mir eher sub­op­ti­mal, und so bin ich auf die Idee ge­kom­men, die Kar­ten grob zu vek­to­ri­sie­ren. Und hier hatte ich nun end­lich die Chance mein Ta­blet aus­gie­big zu tes­ten. Ein biss­chen ein­ge­wöh­nen musste ich mich, aber in­zwi­schen klappt das im Zu­sam­men­spiel mit dem Adobe Il­lus­tra­tor wirk­lich su­per! Ich bin be­geis­tert. Man er­zielt wirk­lich schnell su­per Er­geb­nisse – und im Lay­out sieht’s bis jetzt schon prima aus…
booklet.pngEi­nen Tipp habe ich noch: Prägt euch Tastatur-Shortcuts ein! Ohne wer­det ihr hier nicht mehr wei­ter­kom­men, denn wer ein­mal den Stift in der Hand hält, will ihn nicht mehr ge­gen die Migh­ty­Mouse tau­schen ;-)

So, und jetzt warte ich nur noch auf Auf­träge, bei de­nen ich auch mit dem Ta­blet et­was krea­tiv sein kann…


Kurze Quiz­frage: Wie oft sind euch in letz­ter Zeit ver­zerrte oder ge­stauchte Bil­der auf­ge­fal­len? Sei es in Zei­tun­gen, Zeit­schrif­ten, im Web oder auf of­fi­zi­el­len Be­rich­ten… Zu oft ver­mut­lich um noch mit­zäh­len zu kön­nen. Vie­len Leu­ten bleibt je­doch meist nichts an­de­res übrig, als die Bil­der zu stau­chen oder zu ver­zer­ren, weil sie nicht über die nö­ti­gen Kent­nisse ver­fü­gen, es an­ders zu ma­chen. Eine Mög­lich­keit wäre, aus dem Bild un­wich­tige Teile her­aus­zu­schnei­den und so zu re­tu­schie­ren, dass es nach­hier wie­der frisch aus­sieht. Lang­wie­rige Ar­beit kann ich euch sa­gen… Die Al­ter­na­tive dürfte wohl bald Markt­reife er­lan­gen und we­sent­lich schnel­ler gehen!

Skalierte Bilder Be­reits vor ge­rau­mer Zeit ent­wi­ckelte ein Kol­lege von mir ein Script mit dem es mög­lich ist, au­to­ma­tisch(!) un­wich­tige Bild­in­for­ma­tio­nen aus ei­nem Bild her­aus­zu­schnei­den und so­mit „in­halts­be­zo­gen zu ska­lie­ren“. Das Pro­gramm selbst er­kennt da­bei an­hand von Re­li­efs und Hochpass-Bildern wo sich Kan­ten (= „ver­mut­lich wich­tige Bild­in­for­ma­tio­nen“) be­fin­den und wo nicht. An den Stel­len an de­nen sich die we­nigs­ten Kan­ten be­fin­den be­ginnt das Script das Bild von oben nach un­ten Pi­xel für Pi­xel ab­zu­tas­ten. Es wird ein Schnitt­pfad er­rech­net der mög­lichst we­nige Kan­ten schnei­det, die Pi­xel auf die­ser Li­nie wer­den ge­löscht, und die rechte Bild­hälfte um ein Pi­xel nach links an den lin­ken Bild­rest her­an­ge­rückt. An Kanten-Schnittpunkten wer­den zu­sätz­lich die Pi­xel rechts und links des Schnitt­pfa­des be­trach­tet und an­ge­passt um even­tu­elle Ab­stu­fun­gen z.B. im Ge­lände zu ver­mei­den. Die­ser Vor­gang wird so lange wie­der­holt, bis das Bild die ge­wünschte end­gül­tige Breite er­reicht hat. So­mit wurde es au­to­ma­tisch in­halts­be­zo­gen ska­liert, ohne wich­tige Bild­in­for­ma­tio­nen zu verzerren.

Lei­der war Ariel Sha­mir be­reits schnel­ler als der Benni, und hat das ganze Prin­zip in ei­nem su­per­schö­nen Vi­deo zu­sam­men­ge­fasst. Au­ßer­dem hat er den gan­zen Pro­zess noch um­ge­kehrt, so dass auch eine au­to­ma­ti­sche Er­wei­te­rung an „un­wich­ti­gen Bild­stel­len“ mög­lich ist. Ganz gro­ßes Kino!!!

Man muss je­doch da­zu­sa­gen, dass an der Tech­nik noch et­was ge­feilt wer­den muss. Porträt-Bilder von Per­so­nen z.B. kön­nen nicht ohne wei­te­res ska­liert wer­den, weil Ge­sich­ter nicht aus Kan­ten son­dern aus Farb­ver­läu­fen be­ste­hen. Da­durch zählt das Ge­sicht für das Pro­gramm nicht zu den wich­ti­gen Bild­stel­len und wird gna­den­los ge­löscht. Böse, ent­stellte Zom­bies sind die Folge ;-)

Ein ein­fa­cher Lö­sungs­an­satz für ein markt­rei­fes Pro­gramm wäre, wich­tige Bild­stel­len die auf gar kei­nen Fall au­to­ma­tisch ska­liert wer­den dür­fen, vor dem ska­lie­ren zu mar­kie­ren. Even­tu­ell wie in Pho­to­shop mit ei­nem Auswahl-Pinsel. An die­ser Stelle hat in­zwi­schen ein fin­di­ger Pro­gram­mie­rer an­ge­setzt und eine Online-Applikation in Flash ge­schrie­ben, mit der ihr das ganze selbst mal tes­ten könnt. Ein­fach euer Test­bild hoch­la­den und ein biss­chen Ge­duld bei der au­to­ma­ti­schen Be­rech­nung ein­pla­nen. Aber ihr wer­det se­hen, es lohnt sich!

* Mein Ver­gleichs­bild oben zeigt zwei Test­bil­der von Benni. Das obere wurde auf her­kömm­li­che Weise ska­liert und ge­staucht, ganz deut­lich an dem run­den Busch zu se­hen. Das Un­tere ist das in­halts­be­zoo­gen ska­lierte Bild aus dem au­to­ma­tisch un­wich­ti­ger Frei­raum zwi­schen und ne­ben den Bü­schen her­aus­ge­löscht wurde. Ohne die wahre Form des Bu­sches (oval) zu ver­än­dern! Heureka!



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    Hej hej, jag heter Tobias och är tjugofyra år gammal. Das, liebe Freunde der Sprachenkultur, war Schwedisch. Und nochmals auf deutsch: mein Name ist Tobias und ich bin 24 Jahre alt. An der Hochschule der Medien in Stuttgart habe ich acht Semester "Druck- und Medien­tech­no­logie" studiert. Anfang 2007 habe ich mich mit [mediaversal] selbstständig gemacht, meinem StartUp das mir die Zeit des Studiums etwas versüßte. Seit April 2011 arbeite ich jedoch festangestellt bei der pagina GmbH und entwickle und gestalte E-Books. Und was sonst noch so los ist erfahrt ihr hier im Blog!