Vor zwei Wo­chen habe ich mit Freun­den über Po­li­tik dis­ku­tiert, mit de­nen ich bis­her noch nie über Po­li­tik dis­ku­tiert habe. Die Um­stände drum­herum lie­ßen man­chen Par­ty­be­su­cher an der Ernst­haf­tig­keit un­se­rer Dis­kus­sion zwei­feln, aber ich denke wir vier sind da ganz sou­ve­rän mit klar ge­kom­men ;-)

Ir­gend­wann ka­men dann auch die Pi­ra­ten ins Spiel, und ich muss ge­ste­hen, dass ich da doch recht vor­ein­ge­nom­men ab­ge­blockt habe. Die Pi­ra­ten in den Bun­des­tag wäh­len? Für mich (noch) un­denk­bar. Ich ziehe an die­ser Stelle dann im­mer gerne Par­al­le­len zu den schwe­di­schen Pi­ra­ten im EU-Parlament, die klipp und klar sa­gen: wir ha­ben EIN Thema, da­für ste­hen wir ein, und al­les an­dere in­ter­es­siert uns nicht. So habe ich die Pi­ra­ten in Deutsch­land bis­her auch ge­se­hen. Und des­halb sind sie für mich als Bun­des­tags­par­tei ein­fach nicht glaubwürdig.

Nun schau ich aber heute mal wie­der im Stu­diVZ in der „Wahl­zen­trale“ vor­bei und ver­glei­che die „Fan-Counter“. Die Zäh­ler­stände der Freunde der gro­ßen Par­teien. Für mich bis­her im­mer so ein biss­chen ein Ba­ro­me­ter für die po­li­ti­sche Ge­sin­nung der Stu­den­ten. Und was sehe ich? Die Pi­ra­ten ha­ben in­zwi­schen dop­pelt so viele „Freunde“ wie die alt­ein­ge­ses­se­nen Volks­par­teien. Da kam ich dann doch et­was ins Grübeln…

Na­tür­lich ist Netz­po­li­tik – so will ich es jetzt ein­fach mal pau­schal nen­nen – wich­tig, aber eine Bun­des­tags­par­tei braucht doch auch noch ein biss­chen mehr Pro­gramm.
Nun, viel­leicht muss ich mir da selbst wie­der an den Kopf lan­gen und ge­ste­hen, dass ich mich wirk­lich noch nicht aus­führ­li­cher mit dem Piraten-Programm be­fasst habe.
Ich denke ich werde das in den kom­men­den Ta­gen mal nachholen.

P.S.: praegnanz.de nicht nur in neuem Lay­out, son­dern auch mit gro­ßem ty­po­gra­fi­schen Test der Par­tei­pro­gramme ;-)
In­klu­sive der Piraten.