The Fountain

The Foun­tain – de­fi­ni­tiv ei­ner der bes­ten Filme die ich in letz­ter Zeit ge­se­hen habe!
Ei­gent­lich habe ich den Film schon vor ca. 3 Wo­chen ge­se­hen, zu­sam­men mit mei­nem Mit­be­woh­ner, sei­ner Freun­din und nem Kum­pel. Das war in der Prü­fungs­zeit, und ei­gent­lich hätte ich ja ler­nen sol­len. Aber so ein DVD-Abend kann zwi­schen­durch auch mal ganz nett sein. Also hat der Ja­kob uns „The Foun­tain“ emp­foh­len. Ein wah­res Meis­ter­werk des Re­gis­seurs Dar­ren Aro­n­ofsky der ins­ge­samt 6 Jahre an Dreh­buch und Film ge­ar­bei­tet hat. Und diese Per­fek­tion ist in Bild und Ton deut­lich sicht– und hör­bar! Sel­ten habe ich so eine har­mo­ni­sche Kom­po­si­tion von Bild und Ton auf der Lein­wand er­lebt wie hier.

Der Film be­steht aus drei in­ein­an­der ver­wo­be­nen Hand­lungs­strän­gen, die ins­ge­samt eine Zeit­spanne von 1000 Jah­ren um­fas­sen: Im Jahr 1500 sucht der spa­ni­sche Con­quis­ta­dor To­mas nach dem Baum des ewi­gen Le­bens im Reich der Maya, um des­sen Saft sei­ner ge­lieb­ten Kö­ni­gin Isa­bel zu brin­gen. Im Jahr 2000 ver­sucht der Wis­sen­schaft­ler Tom Creo ver­zwei­felt mit Hilfe von Pflan­zen­ex­trak­ten aus dem Re­gen­wald Gua­te­ma­las ein Me­di­ka­ment zu ent­wi­ckeln, um seine Frau Izzi vor dem Tod durch ei­nen Hirn­tu­mor zu ret­ten. Und im Jahr 2500 ist der Welt­raum­rei­sende Tom in ei­ner gro­ßen Blase un­ter­wegs, um ei­nen darin wach­sen­den Baum zu dem ster­ben­den Stern Xi­balbá zu brin­gen, der nach den Vor­stel­lun­gen der Maya ein Ort im Jen­seits ist, an dem Tote wie­der­ge­bo­ren wer­den kön­nen. (www.wikipedia.de)

Der Film mag et­was Fantasy-mäßig an­ge­haucht sein, ist durch 3 Hand­lungs­ebe­nen in 3 ver­schie­de­nen Epo­chen an­fangs auch et­was ver­wir­rend, aber je län­ger man den Haupt­dar­stel­ler (sehr au­then­tisch: Hugh Jack­man) auf sei­ner Reise be­glei­tet desto mehr fes­selt die Story. Ei­gent­lich fes­selt we­ni­ger die Story als viel­mehr die Tat­sa­che, dass man nicht so sehr weiß wor­auf der Film hin­aus­läuft… Mit­tel­al­ter, Ge­gen­wart, Zu­kunft… Und doch ein und die­selbe Ge­schichte. Ein und die­selbe? Nicht ganz. Die Ge­schich­ten er­gän­zen sich. Er­gän­zen sich in Zeit­sprün­gen, fül­len In­halts­lü­cken und set­zen so das Puz­zle mehr und mehr zusammen.

Der Film will je­doch nicht nur eine Story er­zäh­len und ein gu­ter Film sein, son­dern auch zum Nach­den­ken und Dis­ku­tie­ren an­re­gen. Wir sa­ßen hin­ter­her noch eine gute Stunde zu­sam­men und ha­ben den Film wir­ken las­sen und über ver­schie­dene As­pekte des Films dis­ku­tiert. The Foun­tain er­hebt kei­nen An­spruch auf Voll­stän­dig­keit. Im Prin­zip run­det er mit ei­nem mehr oder we­ni­ger of­fe­nen Ende das ganze nur noch mehr ab. Und lässt doch sehr viel Platz für ei­gene Ge­dan­ken und Interpretationen.

Die ver­dammt ein­drucks­vol­len Bil­der und der gran­diose Sound­track geis­tern mir auch heute im­mer noch im Kopf herum, und des­halb hab ich das ganze jetzt nach 3 Wo­chen end­lich mal ge­b­loggt ;-)